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Fragt man einen beliebigen Computeruser was die größte Gefahr für seinen Rechner ist, kommt die
Antwort Viren und Würmer, wobei diese leider oft verwechselt werden. Daß dazu ein erheblicher Schaden
durch "Scherzmeldungen" (Hoax) angerichtet wird, vergessen viele. Aber auch die gutgemeinten Warnungen vor tatsächlichen
Schädlingen verbrauchen eine enorme Bandbreite. Rechnen Sie sich mal für Ihren Betrieb aus wieviel Bandbreite
an Mails und wieviel Arbeitszeit durch das Verfassen, Lesen und Löschen von Warnungen verbraucht wird!
Sie erhalten hier einige Informationen zu diesen Schädlingen, Adressen von Stellen die sich mit deren Abwehr
beschäftigen und allgemeine Schutzhinweise.
Spam gehört eigentlich nicht in die Kategorie der Schadprogramme, erlauben Sie mir dennoch ein paar Sätze zu diesem "Frühstücksfleisch". Denn genau das ist die wörtliche Übersetzung, es handelt sich um zusammengepappte Fleischteile die manchen Mitmenschen (auch mir) sehr gut schmecken und erst durch einen Sketch der Komikergruppe "Monthy Phyton" zu Ruhm kam. In dieser Szene bekam ein Gast in einem Restaurant zu jedem Gericht Spam dazu, ob er es wollte oder nicht. Genau so verhält es sich mit Spam-Mails. Sie sind unnötig, sie sind nervend und man bekommt Sie einfach dazu. Bitte verwechseln Sie sie nicht mit normalen Werbemails. Diese bekommt man normalerweise weil man Kunde einer Firma ist oder sich für Ihre Produkte interessierte. Im Allgemeinen kann man sie auch einfach abbestellen indem man der Firma eine Rückmeldung gibt, diese darf auch höflich und ohne Drohungen sein, denn normalerweise hat man diese Werbung irgendwann einmal bestellt.
Der "Spam" kommt dagegen unerwünscht und die Adressen erhalten die "Spammer" durch spezielle Programme die Internetseiten, Foren und Gästebücher nach E-Mailadressen durchkämmen. Von normaler Werbung unterscheidet man sie auch durch den Inhalt. Zum größten Teil werben sie für Viagra, Penisverlängerungen und ähnliche medizinische Randerscheinungen. Bettelbriefe und Angebote für dubiose Geschäfte machen einen weiteren Teil aus.
In letzter Zeit nutzen aber auch organisierte Gauner den Spam um durch (mehr oder weniger) gut gemachte Kopien von "offiziellen" Bankmails an Paßwörter, PIN und TAN der Kunden zu kommen. Leider funktioniert dies obwohl keine ernstzunehmende Institution Ihre Kunden auffordern würde derartige Daten über E-Mail bekanntzugeben. Entgegen anders lautenden Gerüchten sind bei einer ordentlich geführten EDV noch nicht einmal die Administratoren in der Lage sich die Kundenpasswärter anzeigen zu lassen. Dann brauchen sie sie auch nicht um igrendwelche Vergleiche anzustellen.
Zwar verfolgt man die Spammerei mittlererweile und schimpft ganz kräftig auf die Spammer. Es fragt sich allerdings wieso können diese Leute sich halten, irgendwie muß es sich ja lohnen zu spammen. Im Endeffekt liegt es also an uns allen, wenn keiner diese Mails beachtet wird sich der Aufwand nicht mehr lohnen und die Spammerei eingestellt.
Viren sind eine ganze Gruppe von Programmen die einige Merkmale gemeinsam haben. Zum einen
verbreiten sie sich nicht selbstständig, sie benötigen wie der biologische Virus (ich weiß
liebe Biologen, ob Viren leben ist eine extra Diskussion wert) ein Wirtsprogramm.
Viren reproduzieren sich selbst und haben normalerweise Schadensfunktionen, diese
reichen von bewußt angerichtetem Schaden (gelöschte Dateien, BIOS-Einträge etc.) bis zu
"Kolateralschäden" wie unnötigem Traffic, verlorene Arbeitszeit usw..
Die überwiegende Zahl von Viren (zur Zeit ca. 60-70 Tausend) "arbeiten" in der Windowswelt,
dies hängt hauptsächlich mit der großen Verbreitung von sogenannten IBM-kompatiblen
Rechnern mit Microsoft
Betriebssystemen zusammen.
Zu Geschichte und "Hall of Fame" der Viren später.
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Würmer sind Programme die sich ausschließlich über Netzwerke verbreiten (das Internet ist
das bedeutendste Netzwerk). Dabei setzen sie hauptsächlich auf E-Mails bei denen sie als
Anhänge mitreisen (I-Love-You) und nutzen Lücken in den Mailprogrammen und Browsern. Sie
können Daten ausspähen, "Bomben" legen oder einfach das Mailprogramm veranlassen an alle
Adressen eine weitere Nachricht zu senden. Der Hauptschaden ist also wohl im Traffic zu
sehen (auch dieser muß bezahlt werden) und dem Verstopfen der Mailserver.
Der Hoax ist eine besonders perfide Abart weil er vor einer nicht existierenden Gefahr
warnt, und durch die bei der Panik ausgelösten Aktivitäten den eigentlichen Schaden erzeugt.
Zum Beispiel weil Mailserver vorsorglich abgeschaltet werden, Hunderte von wohlmeinenden
Nutzern andere ebenfalls warnen wollen und eine Menge Arbeitszeit verloren geht.
Ignorieren Sie grundsätzlich Bitten um Weiterleitung diverser Warnungen. Die großen Firmen warnen
über spezielle Kanäle und E-Mails die entsprechenden Leute und der Rest wird über die
öffentlichen Kanäle geleitet. Sogar Nachrichtenagenturen wurden schon entsprechend
eingeschaltet. Verzichten sie bitte darauf bei Erhalt einer solchen Nachricht den
Absender auf sein falsches Verhalten hinzuweisen.
Zum Einen wird er oft gar Nicht wissen daß er Ihnen eine solche
Nachricht zukommen lies und zum Anderen erzeugt auch dies wieder den unnötigen Verkehr und
ihre Arbeitszeit ist sicherlich produktiver zu verwenden.
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Trojaner sind dem altgriechischem Vorbild nachempfunden. Versteckt in einem nützlichen
Programm wird ein Code transportiert der auf dem Rechner des Anwenders aktiv wird und dort
z.B. Tastaturanschläge aufzeichnet, auf Anfrage aus dem Internet Ports öffnet und/oder Daten
überträgt usw.. Ursprünglich war der Hintergedanke ein Werkzeug zu schaffen mit dem
Administratoren eine Fernwartung durchführen können. Sie verbreiten sich nicht selbst.
Im Grunde gehören sie ja nicht zu den Viren, die IT-Sicherheit gefährden sie aber
ebenfalls und werden deshalb auch so behandelt. Ich persönlich zähle dazu die weitverbreiteden
Spy- und Malewareprogramme. Diese werden in "kostenlosen" Programmen versteckt, wollen den Nutzer im
Prinzip auch nicht schädigen sondern zeichnen z.B. sein Surfverhalten auf um Daten für die
Werbung zu gewinnen. Meine Meinung: Wer glaubt alles kostenlos haben zu müssen sollte dies in
Kauf nehmen, irgendwo her muß ja auch der Programmierer sein Geld bekommen!
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